LES PAPILLONS

Les Papillons erarbeiten seit dem Jahr 2000 aussergewöhnliche, eindrucksvolle und durchwegs auch wilde Collagen bekannter Stücke, die sie aus den Archiven der gesamten Musikgeschichte entliehen haben. Was passiert, wenn einem klassischen Monumentalwerk die Ernsthaftigkeit entzogen wird, ein Popsong plötzlich wie Mozart klingt, zwei völlig gegensätzliche Musikstücke mit einander in Dialog treten oder was, wenn man gar nicht mehr weiss, wohin die ganzen Melodien gehören?

Bei ihren Arrangements bedienen sich Giovanni Reber und Michael Giertz vor allem an einem wichtigen Element heutiger Zeiterscheinungen: Die Verdichtung der Dinge. Schnell, viel, kompakt und dazu noch alles auf einmal soll es sein. Das bieten Les Papillons dann schließlich auch, jedoch mit dem Gegensatz, dass sie versuchen, diesem alltäglichen Chaos von musikalischen Eindrücken Form und Esprit zurück zu geben. Wobei der Spaß durch die zuweilen quizartige Performance garantiert nicht zu kurz kommt!

Les Papillons laden die Zuhörer dazu ein, in dieses verzweigte Universum einzutauchen und halten mit Spielwitz, atemberaubender Virtuosität, einer Prise Theatralik und feinstem Gespür für das richtige Timing der Musikwelt einen kreativen Spiegel vor - und verneigen sich zugleich vor ihr.

 

Sonstiges:

Les Papillons brachten 2010 - zum Anlass des 10-jährigen Jubiläums - ihre zweite CD heraus. Auf ihrem neuen Album „Le Grand Tour“ wurden wieder rund 70 Hits aus 300 Jahren Musikgeschichte eingefangen.

2006 erschien ihr Debut-Album „Mémorïques“.

2004 wurden sie in Winterthur mit dem Förderpreis des „Zentraleuropäischen Kleinkunstpreises“ ausgezeichnet.

2013 wurden sie in Aadorf am Kleinkunst-Festival "Die Krönung" zum Kleinkunstkönig ernannt.

 

 

Michael Giertz (Piano), geb. 1966

Michael Giertz verbrachte seine musikalische Kindheit mit der Geige. Als langjähriger Autodidakt auf dem Klavier bestand er zu seinem eigenen Erstaunen die Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Biel und studierte Klavier bis er wieder von der Schule flog... Darauf folgte ein Grundstudium in Musikwissenschaft an der Universität Basel. Daneben folgten die ersten Gehversuche auf der Bühne, so als Pianist bei „Chanson Fatale“ und als Geiger bei „Music à la Crème“, bis er mit Giovanni Reber einen „lustigen Konzertabend“ in Angriff nahm, dessen unabsehbare Folgen bis heute andauern.

Giovanni Reber (Violine), geb. 1981

Giovanni Reber hat es gar nicht erst versucht, die Prüfungen an einer Hochschule zu bestehen, sondern hat gleich im Alter von 18 Jahren mit Michael Giertz angefangen, die Musikwelt auf den Kopf zu stellen. Er hat bereits mit 4 Jahren eine Violine in die Hand gedrückt bekommen. Später - dank seiner Zeit als Barkeeper - fand er einen Weg, sein Instrument einem jungen Publikum näher zu bringen und brachte durch seine Live-Performances ganze Discos zum Tanzen. Heute arbeitet er auch als musikalischer Leiter für Theatergruppen.